Würzburger Kickers - Drei Prinzen küssen Würzburg wach

Von Martin Batzel

wuerzburgEigentlich beginnen so Märchen: Drei Freunde treffen sich in der Heimat, verabreden sich für den Abend zu einem Schoppen in einem Weinlokal in der Altstadt im Schatten der malerischen Residenz. Es ist schon spät, als einer der dreien die entscheidende Frage stellt: „Nun, wie ist es? Machste mit?“ Bernd Hollerbach macht mit, übernimmt den Trainerjob beim bayerischen Regionalligisten Würzburger Kickers, gründet zusammen mit Michael Schlagbauer und Thorsten Fischer eine AG und gliedert diese aus dem Verein aus. Es ist eine Vorsichtsmaßnahme, um den Verein nicht zu gefährden. Denn nicht jedes Märchen endet schön.

Der Beschluss wird bei Wein und Brotzeit im letzten Winter gefasst. „Dann machen wir drei es, geben Gas, brauchen Geduld.“ Sie geben sich drei Jahre. So schildert Hollerbach den entscheidenden Augenblick, in dem er, Fischer und Schlagbauer sich entschließen, die Rolle der Prinzen zu übernehmen, welche den schlafenden, ehemaligen Zweitligisten Kickers Würzburg wachküssen wollen. Natürlich nennen sie sich nicht Prinzen. Sie sind die Antreiber.

Sie machen Tempo, richten innerhalb von drei Monaten eine neue Geschäftsstelle für die ausgegliederte AG, stellen Personal ein: Sekretärin, Physiotherapeut, zehn Spieler dürfen bleiben, 14 neue kommen. Jetzt gibt es sieben bis acht Trainingseinheiten in der Woche statt drei wie in der vergangenen Spielzeit. Diese endete mit Platz elf in der Regionalliga Bayern, nun gibt es einen Dreijahresplan, innerhalb dessen der Aufstieg in die dritte Liga geschafft sein soll.

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