Freiburger FC: Zwischen Horror und höchstprofessioneller Arbeit

FreiburgerFCVon Martin Batzel

Die Kräfteverhältnisse in der Freiburger Fußballszene sind geklärt. Wenn es nach Reinhard Binder geht, dann gilt das für immer, ewig und für alle Zeiten. „Die nehmen zur Kenntnis, dass es uns gibt“, sagt er. „Immerhin gucken die nicht an uns vorbei. Man kann mit ihnen schwätze, und mit dem Christian kann man immer schwätze.“ Das klingt doch versöhnlich. „Die“ sind der SC Freiburg, Fußball-Zweitligist mit dem Image als ökologisch-alternativ angehauchter Klub, der zum Stil der Stadt im Breisgau und ihrem lebendigen Flair passt. „Der Christian“ heißt Streich und trainiert den Zweitligisten seit 2011. Wenn Binder von „uns“ spricht, meint er den Freiburger FC mit seinen Kerndaten: Heute Oberliga Baden-Württemberg, fünf Jahre zweite Liga, Deutscher Meister 1907. Damit feierte der Klub seinen größten Erfolg bereits zehn Jahre nach seiner Gründung. Das ist zu lange her, um damit heute noch werben zu können. Jahrzehntelang blickte man vom Freiburger FC auf den lokalen Rivalen auch aus topografischen Gründen herab. Das Möslestadion, einst der Stolz des FFC, liegt oberhalb der Stadt und bietet einen Blick auf die Dreisam, auf der bei Hochwasser auch schon mal Surfer mit ihren Brettern unterwegs sind. Nett ist es hier, die Aussicht ist schön. Im Tal liegt auch das Stadion des lokalen Konkurrenten, dessen Stadion 50 Jahre lang den Namen des Flusses trug, als noch nicht Konzerne und Firmen für die Namensrechte zahlten. Heute heißt es Schwarzwaldstadion. Das klingt auch schön und sehr beschaulich, nach gesunder Luft, friedlicher Umgebung, Sonnenschein und erfolgreichem Tourismus. Es verdeutlicht die unterschiedliche Entwicklung der beiden Freiburger Klubs. Der Blick herab auf den SC Freiburg war in der Stadt am Rande des Schwarzwaldes bis Ende 1999 nicht nur eine Frage von Höhenmetern.



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