Jan Zimmermann - „Ich habe mich gefragt, ob ich jemals wieder Fußball spielen darf“

Von Nils Malzahn

Jan ZimmermannAuf die Frage, wie es ihm geht, antwortet Jan Zimmermann nur mit zwei Worten: „Sehr gut!“. Der Torhüter es 1. FC Heidenheim tut dies nicht, weil er kurz angebunden oder unfreundlich ist und schon gar nicht, weil er das Gespräch möglichst schnell hinter sich bringen will. „Besser als mit diesen beiden Worten“, sagt Zimmermann, „kann man es nur einfach nicht beschreiben“.

Vor knapp einem Jahr hätte der gebürtige Offenbacher auf die
Frage nach seinem Gemütszustand mit Sicherheit eine andere Antwort gegeben. Am 13. Spieltag der Vorsaison gastiert Jan Zimmermann mit dem 1.FC Heidenheim beim FC St.Pauli. In den Wochen zuvor hat der Aufsteiger schon für mächtig Furore in der Liga gesorgt, nur der erste Auswärtssieg fehlt noch. Das wollen Zimmermann und seine Kollegen am Millerntor ändern: Der erste Erfolg im fremden Stadion soll her.

Knapp zwanzig Minuten sind gespielt, da werden diese Gedanken schnell nebensächlich – zumindest für Jan Zimmermann. Der Torhüter prallt im eigenen Strafraum mit Pauli-Stürmer Ante Budimir zusammen. Der Schlussmann bleibt benommen liegen, muss ausgewechselt und mit dem Rettungswagen zur Erstuntersuchung in ein Hamburger Krankenhaus
gebracht werden. „Schon im Krankenwagen habe ich gemerkt, dass Teile meiner Erinnerung noch da sind und andere nicht. Ich wusste zwar, wie ich heiße, aber nicht in welcher Straße ich wohne. Ich kannte meine Telefonnummer, wusste aber nicht wo im Bus mein Handy liegt“, erinnert sich Zimmermann. Eine Gehirnerschütterung und ein Schleudertrauma scheinen die Folgen des Zusammenpralls zu sein. Für Zimmermann nicht weiter schlimm: „Als Torwart hat man gerade dann, wenn man mit dem Kopf voraus springt immer das Risiko, dass einen der Stürmer mit dem Fuß trifft. So etwas kann passieren.“




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