Shkodran Mustafi - Weltmeister aus dem hessischen Bebra

Von Martin Batzel

mustafiGut 950 Kilometer sind es von Bebra nach Genua, der Weg ist einfach: Bei Bad Hersfeld auf die A 4, dann am Kirchheimer Dreieck weiter auf die A 7 – und von dort aus geht es nur nach Süden um Ulm herum, über Liechtenstein und Mailand bis ans Meer. Die malerische Strecke führt über endlos viel Asphalt und durch halb Europa, unter acht Stunden schafft Shkodran Mustafi sie nie, probiert hat er es. „Aber nie haben sie mich geblitzt.“ Das hat er seinem Vater Kujtim Mustafi voraus. Der hatte versucht, die Acht-Stunden-Marke zu knacken und zahlte auf dem Weg in den Süden zum Sohn schon mal 250 Euro in der Schweiz – plus 15 Euro für die Überweisung.  Der Blick des Vaters zu seinem Sohn beim Treffen im Bibercafé im Zentrum Bebras sagt alles: „Von wegen Du bist noch nie geblitzt worden - ich glaube dir kein Wort.“ Offen bleibt während des gut 90 Minuten dauernden Gesprächs im Café nahe des Rathauses der osthessischen Kleinstadt, wer richtig liegt.

Seit ein paar Tagen ist Genua Vergangenheit. Die Zukunft heißt Valencia. Dort hat der hessische WM- Teilnehmer einen Fünf-Jahres-Vertrag unterschrieben. Dass der spanische Klub die richtige Wahl für die Zukunft ist, darin sind sich Vater und Sohn einig. „Es ist eine Bestätigung, wenn einer hinter Dir her ist, der selbst einer der besten Spieler Europas auf dieser Position war und weiß, was dort verlangt wird”, sagt Shkodran Mustafi über die Bemühungen von Valencia-Manager Roberto Ayala, der mit Valencia 2002 und 2004 spanischer Meister wurde. Auch wenn der Verein von der Mittelmeerküste seinen letzten großen Titel, den Uefa-Cup, vor zehn Jahren gewann, bleibt er für Mustafi ein Top-Klub, der zwar in der laufenden Saison nicht international spielt, sich aber „vor Real Madrid und dem FC Barcelona nicht verstecken muss“.

»» Den kompletten Artikel finden Sie in unserer Aktuellen Ausgabe des Anstoss