Slaven Skeledzic: „Das ist der gefährlichste Trainerjob der Welt“

Von Thorsten Siegmund

skeledzicBei der Antwort muss er nicht lange überlegen. „Nationaltrainer von Afghanistan - das ist der gefährlichste Trainerjob der Welt.“ Slaven Skeledzic übt ihn insgesamt neun Monate aus. In einem Land, in dem die Taliban täglich Angst und Schrecken verbreiten, jährlich mehr als 10 000 Zivilisten sterben, wird der Fußball schnell zur Nebensache. Skeledzic erlebt den Terror aus nächster Nähe, als eine Autobombe in zwei Kilometern Entfernung explodiert; er wird Zeuge einer Schießerei auf offener Straße. „Das war wie im Kino - nur dass ich eben live dabei war.“ Auf was er sich einlässt, wird ihm erst in solchen Momenten bewusst. „Ich war lange Zeit in einem sportlichen Tunnel, habe alles ausgeblendet und habe vor allem den Reiz der Aufgabe des Nationaltrainers gesehen.“

Am 24. Oktober 2014 beginnt das Abenteuer. Skeledzic, zu dieser Zeit Nachwuchsleiter und U19-Trainer beim FSV Frankfurt, ist gerade in Aalen. Er beobachtet ein Zweitligaspiel für den damaligen Cheftrainer der Profis, Benno Möhlmann. Das Spiel ist vorbei und Skeledzic gerade an seinem Auto angekommen, als sein Handy klingelt. Der Botschafter des afghanischen Fußballverbandes ist am Telefon und redet nicht lange drum herum. „Wir wollen dich als Nationaltrainer.“ Skeledzic ist irritiert, denn er ist über die Grenzen Deutschlands hinaus noch ein ziemlich unbeschriebenes Blatt.

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