Marvin Bakalorz: „Ich bin kein unfairer Spieler“

MarvinVon Nils Malzahn

Selbst heute, über ein Jahr später, wird Marvin Bakalorz noch gelegentlich auf die Szene aus der vergangenen Bundesliga-Saison angesprochen, die ihm schlagartig einen zweifelhaften Ruf einbringt. Am 14. Spieltag ist Borussia Dortmund zu Gast beim SC Paderborn. Dem Arbeitgeber von Bakalorz, für den er an diesem Nachmittag als defensiver Mittelfeldspieler auf dem Platz steht. Für den heute 26-Jährigen ist es ein besonderer Tag, immerhin hat er drei Jahre in Dortmund gespielt, wenn auch ohne Einsatz in der Bundesliga. Beim Stand von 1:2 – Bakalorz hat zuvor den Paderborner Anschlusstreffer mustergültig vorbereitet – kommt es Mitte der zweiten Halbzeit zum Zweikampf mit Marco Reus, mit dem er sich einst im Trainingslager des BVB ein Zimmer teilte. Weil der Nationalspieler einen Tick schneller am Ball ist, trifft Bakalorz den ehemaligen Teamkollegen mit einer Grätsche am Sprunggelenk. Mit der Gelben Karte, die er von Schiedsrichter Wolfgang Stark bekommt, ist er gut bedient. Marco Reus, gerade erst von einer Verletzung genesen, zieht sich einen Außenbandriss im rechten Sprunggelenk zu und fällt wieder mehrere Wochen aus. Dass Aufsteiger SC Paderborn in der Schlussphase des Spiels noch zum überraschenden 2:2-Ausgleich kommt, wird nach dem Spiel schnell zur Nebensache. Marvin Bakalorz muss sich heftige Kritik gefallen lassen. Von „Absicht“ und „Vorsatz“ ist die Rede. Selbst sein ehemaliger Trainer Jürgen Klopp scheut sich nicht davor, in der Öffentlichkeit klare Worte zu wählen. „Ich kenne Marvin schon eine Weile, und es gibt Situationen, in denen er immer wieder unkontrolliert grätscht. Ich habe ihm schon früher gesagt, dass er das lassen soll“, diktiert Klopp den Medienvertretern in die Notizblöcke.


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