Stefan Bell: „Über Tore definiere ich nicht meinen persönlichen Erfolg“

Stefan BellVon Nils Malzahn

Fast siebenhundert Kilometer liegen zwischen Mainz und Mailand. Zwischen der Landeshauptstadt von Rheinland-Pfalz und der Hauptstadt der Lombardei. Auf der einen Seite die Stadt Mainz, die mit nur etwas mehr als 200.000 Einwohnern zwar die größte Stadt des Bundeslandes ist, aber im Vergleich zur italienischen Millionenmetropole eben doch durch ihre Beschaulichkeit besticht. Auf der anderen Seite Mailand, der größte Verkehrsknotenpunkt des Landes, mit zweifellos wunderschönen Ecken, aber auch viel Trubel und Hektik. Stefan Bell hat vor sechs Jahren die Wahl: In Mainz bleiben, oder nach Mailand wechseln. Der Innenverteidiger bekommt als damals 18-Jähriger ein Angebot vom italienischen Spitzenklub Inter Mailand. Jenem Verein, der sich unter Trainer José Mourinho in der Saison 2009/2010 gerade anschickt, erstmals in der Vereinsgeschichte die Champions League zu gewinnen. „Ich hatte mit der damaligen U19-Nationalmannschaft ein Länderspiel in Italien. Wenige Tage später rief mich mein Berater an und erzählte mir, dass der Verein einen jungen und talentierten Innenverteidiger suchen würde“, erinnert sich Bell. Aus einer ersten Anfrage entwickelt sich rasch ein konkretes Angebot. Bell reist nach Italien, um sich vor Ort das Trainingsgelände anzusehen und sich mit Präsident Massimo Moratti zu treffen. Der erste Eindruck ist gar nicht schlecht, Bell wird freundlich empfangen. Trotzdem gibt es Dinge, die ihm nicht geheuer sind. „Ich hatte zu diesem Zeitpunkt noch überhaupt kein Profispiel im Seniorenbereich absolviert, sollte plötzlich in ein Land gehen, in dem ich die Sprache nicht verstehe und zu einem Verein wechseln, in dem ich niemanden kenne“, erzählt der gebürtige Andernacher.



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