Claus-Arwed Lauprecht: Und plötzlich Präsident

Von Sebastian Rieth

lauprechtAnfangs war es für Claus-Arwed Lauprecht nicht mehr als eine Einladung zum Abendessen. Nie und nimmer hatte er geahnt, dass dieses auf den ersten Blick so unverfänglich daherkommende Angebot zum gemeinsamen Dinner eine Überraschung parat halten würde, die sein Leben binnen weniger Tage komplett verändern würde. Es gab keine Anzeichen, keine Indizien. ­Präsident von Kickers Offenbach? An eine solch abstruse Vorstellung hatte Lauprecht bislang keinen Gedanken verschwendet. Warum auch? Schließlich war er bislang in ganz anderen Gefilden unterwegs, erst kürzlich hatte er sich für den Verein so richtig begeistert, in Offenbach kannte ihn eigentlich niemand. Doch genau das war es, was die Strippenzieher im Hintergrund suchten: einen Mann, noch unbelastet von der bleiernen Vergangenheit des Klubs. Nach einem Sommer der Intrigen und Grabenkämpfe musste man den erst einmal finden. Lauprecht schien die Lösung. Zwar keiner mit Stallgeruch, aber dafür auch niemand, der einem Lager zuzurechnen wäre. Ein Präsident aus dem Nichts.

„Ich habe mich damals sehr gebauchpinselt gefühlt“, gibt Lauprecht zu. Schließlich war er erst seit wenigen Monaten ein Dauergast auf dem Bieberer Berg, zuvor stand er lediglich ein paar Mal im Fanblock, „weil die Stimmung dort so cool ist“. Die Bitte eines Sponsoren­kreises, den Vorsitz des neuen Präsidiums zu übernehmen, kam für ihn im gleichen Maße überraschend, wie sie ihn mit Stolz erfüllte. Der Auserwählte erbat sich eine kurze Bedenkzeit, dann gab er grünes Licht. Acht Wochen später war Claus-Arwed Lauprecht Präsident von Kickers Offenbach. Eine kuriose Geschichte. „Ich bin dorthin gekommen wie die Jungfrau zum Kind“, räumt er ein.

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