Kasper Hjulmand

Von Andreas Hunzinger

hjulmandEine Empfehlung mit Gewicht kam von Jürgen Klopp. Es war Mitte Mai. Mainz 05 suchte gerade einen neuen Trainer, nachdem Thomas Tuchel sein Amt bei den Rheinhessen nach dem letzten Spieltag der Saison 2013/14 unter einigem Getöse niedergelegt hatte. Der Name Kasper Hjulmand machte in und um Mainz die Runde, der Däne galt als Top-Kandidat, seine Verpflichtung als wahrscheinlich. In einer Kolumne in einer Mainzer Zeitung wurde eben Jürgen Klopp zitiert. Nicht, weil der Mainzer Kult-Coach und Erfolgstrainer von Borussia Dortmund in die Trainersuche seines ehemaligen Klubs involviert war. Sondern deshalb, weil er den Kandidaten Hjulmand schon live erlebt hatte. Im Rahmen des „Elite-Treffens der Uefa“ in Nyon während der Champions-League-Saison 2012/13 hatte Klopp besagten Hjulmand kennengelernt – und war hellauf begeistert von dem 42-Jährigen. „Das war super spannend mit Kasper, wir hatten sofort einen emotionalen Draht zueinander“, wurde Klopp zitiert, „und was wir da über Fußballtaktik besprochen haben, das hat nicht nur Spaß gemacht, das war sensationell. Kasper, ein extrem sympathischer, angenehmer Kerl, hat bei mir einen überragenden Eindruck hinterlassen.“ Man habe deutlich gemerkt, dass Hjulmand diesen Job von der Pike auf gelernt habe, so Klopp weiter.

Eindruck hatte Hjulmand zuvor auch schon auf Christian Heidel gemacht. Der Manager der 05er hatte den Coach des dänischen Kleinklubs FC Nordsjaelland im April 2014 kennengelernt. Damals wusste Heidel bereits, dass Tuchels Demission nicht mehr zu verhindern war. Und er wollte den Mann kennenlernen, den er als Kandidaten für die Tuchel-Nachfolge im Visier hatte. Also fragte Heidel Hjulmand, wie er denn über Fußball denke. „Seine Idee vom Fußball hat er mir in zwei Stunden eindrucksvoll dar gelegt. Und da habe ich erkannt, dass da viele Parallelen sind. Insbesondere, was die taktische Arbeit angeht“, sagt Heidel. Parallelen zu Tuchel, der Mainz in den fünf Jahren seines Wirkens die erfolgreichste Zeit der Vereinsgeschichte beschert und dem Klub eine fußballerische Identität gegeben hatte. Heidel war sich schnell sicher, dass ihm da der potenzielle neue Coach von Mainz 05 gegenüber sitzt.

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