Clemens Krüger: Mein Traum ist die 1. Liga mit dem FSV

Clemens Krüger: „Mein Traum ist die 1. Liga mit dem FSV “


Von Thorsten Siegmund

Clemens-Krueger Die Stellenanzeige im Fußballfachmagazin war klein, doch sie erregte im Herbst 1999 seine Aufmerksamkeit. „Südregionalligist sucht Geschäftsführer“ stand dort geschrieben. Zwei Kriterien sollten auf den Bewerber zutreffen. Ein Diplom- Kaufmann wurde gesucht und Fußballaffinität verlangt. Informationen über den Verein?
Fehlanzeige. Aber auch kein Hindernis. Clemens Krüger sah die Voraussetzungen bei sich erfüllt. Gerade erst hatte er sein Studium der Betriebswirtschaftslehre abgeschlossen, eine Diplomarbeit über „professionelle
Fußballvereine als Wirtschaftsunternehmen“ geschrieben und er war auch noch selbst aktiv, spielte zu dieser Zeit in der Landesliga für Blau-Weiß 90 Berlin. Krüger schickte seine Bewerbungsunterlagen ab, nur wenige Wochen später erhielt er aus Frankfurt eine Einladung zum Vorstellungsgespräch. Der FSV also war der ominöse, nicht namentlich erwähnte Verein. Die Tradition, die sich dahinter versteckte, war Krüger bekannt. Die Aufgabe wurde immer reizvoller. Zwei Gespräche später hatte er den Job. Die Vereinsführung um den damaligen Präsidenten Bernd Reisig war überzeugt von ihm. 13 Jahre später ist Clemens Krüger der starke Mann im Verein.

Der FSV Frankfurt ist längst sein Lebensmittelpunkt geworden. Die Jahre haben ihn geprägt, er kennt den Club und das Umfeld besser wie kaum ein anderer der handelnden Personen, das schafft Vertrauen. Er hat alle überlebt, auch Bernd Reisig, seinen jahrelangen Wegbegleiter. Heute ist Krüger einer von drei Geschäftsführern beim FSV. 12 Stunden Tage sind die Regel, morgens ist er meist der erste, der kommt, abends der letzte,
der geht. Seinem kleinen Büro im zweiten Stock der neuen Haupttribüne fehlt noch etwas die Gemütlichkeit. Gegenüber vom Schreibtisch steht ein Regal mit Aktenordnern, neben der Eingangstür sogar noch Umzugskisten. Er ist noch nicht lange hier, das merkt man. Erst im Frühjahr dieses Jahres haben Krüger und die rund 20 Geschäftsstellenmitarbeiter die Räumlichkeiten in der neuen Haupttribüne bezogen. Ein Quantensprung für einen Verein wie den FSV.