Tobias Stieler: „Das beste Gefühl ist, wenn keiner etwas von mir will“

Tobias StielerVon Thorsten Siegmund

Von dem historischen Augenblick bekommt er zunächst gar nichts mit. Dabei ist Bundesliga-Schiedsrichter Tobias Stieler an diesem Abend ganz nah dran. Es ist ein Dienstag im September, das Topspiel zwischen dem Meister und dem Vizemeister, der FC Bayern spielt gegen den VfL Wolfsburg. Zwischen der 51. und der 60. Minute trifft Stürmer Robert Lewandowski fünfmal. Die Statistiker stoppen später die Zeit: Genau 8 Minuten und 59 Sekunden liegen zwischen dem ersten und dem letzten Tor des Polen. Stieler befindet sich zu dieser Zeit in einer Art Tunnel - er ist voll konzentriert auf das Spielgeschehen. Nach jedem Tor gehen ihm die gleichen Gedanken durch den Kopf. Habe ich alles richtig gemacht, eventuell etwas übersehen? Stieler bleiben dafür nur wenige Augenblicke. Es ist für den 34-Jährigen immer derselbe Ablauf. „Ich bekomme manchmal noch mit, dass es ein schönes Tor ist, dass da gerade gefallen ist - vielmehr aber nicht“, erklärt er. Dass die fünf Bayern-Tore an diesem Abend in der Münchener Arena alle von einem Spieler erzielt werden, merkt er erst später, als sein Blick auf die Anzeigetafel fällt und dort gleich fünfmal der Name Lewandowski aufblinkt.


»» Den kompletten Artikel finden Sie in unserer Aktuellen Ausgabe des Anstoss